Die Ausgangssituation
Die Betriebskantine des Unternehmens wurde umfassend saniert. Für die Dauer von 24 Monaten musste deshalb eine Alternative geschaffen werden, die die tägliche Verpflegung von rund 450 Mitarbeitenden sicherstellt.
Eine externe Verpflegungslösung kam nicht infrage. Stattdessen sollte der Kantinenbetrieb weiterhin auf dem Werksgelände stattfinden. Gleichzeitig sollte das bestehende Küchenpersonal weiterbeschäftigt werden und möglichst in gewohnten Abläufen arbeiten können.
Gesucht war daher keine Übergangslösung im klassischen Sinn, sondern eine vollwertige Interimskantine, die die bestehende Betriebskantine für die Dauer der Bauarbeiten ersetzt.

Die Anforderungen an die Interimslösung
Die nahtlose Fortführung. Der Kunde legte besonderen Wert darauf, den Kantinenbetrieb während der gesamten Sanierungsphase nahezu unverändert fortzuführen. Die Mitarbeitenden sollten weiterhin direkt auf dem Werksgelände verpflegt werden, das Küchenpersonal sollte mit gewohnten Abläufen arbeiten können und vorhandene Ausstattung wie Mobiliar und Geräte mit in die Interimslösung integriert werden.
Die Standzeit. Die geplante Nutzungsdauer von 24 Monaten stellte besondere Anforderungen. Die Interimskantine musste für einen zuverlässigen Ganzjahresbetrieb ausgelegt sein und sowohl im Sommer als auch im Winter uneingeschränkt funktionieren.
Das Baufeld. Gleichzeitig galt es, das verfügbare Baufeld optimal zu nutzen. Mit einer Länge von 85 Metern und einer Breite von nur rund 20 Metern war die Fläche vergleichsweise schmal. Dennoch mussten sämtliche Funktionsbereiche einer Kantine untergebracht und sinnvoll miteinander verbunden werden, vom Gastraum über Produktions- und Spülbereiche bis hin zu Lager-, Kühl- und Nebenflächen.
Das Gelände. Darüber hinaus galten auf dem Gelände besondere Sicherheitsanforderungen, die bereits bei Planung, Logistik und Aufbau berücksichtigt werden mussten.
Die Umsetzung in einer Leichtbauhalle
Für die vorgesehene Nutzungsdauer und die vorhandene Fläche erwies sich eine Leichtbauhalle als die passende Lösung. Sie ermöglichte es, die zentralen Bereiche der Interimskantine an einem Standort unter einem Dach zusammenzuführen und gleichzeitig flexibel auf die örtlichen Gegebenheiten zu reagieren.
Die Halle wurde mit einer festen Dachkonstruktion ausgeführt, die auf die am Standort geforderten Schneelasten ausgelegt war.
Innerhalb der Halle fanden alle wesentlichen Bereiche der Interimskantine Platz:
- Gastraum für rund 450 Personen
- Produktionsküche
- separate Spülküche mit gewerblicher Spültechnik
- Lagerflächen für Geschirr, Vorräte und Verbrauchsmaterialien
- Kühl- und Tiefkühlbereiche mit entsprechenden Kühlzellen
So konnten sämtliche Funktionen einer Betriebskantine in einer zusammenhängenden Anlage abgebildet werden.
Zusätzliche Funktionen in Containeranlagen
Um die verfügbare Fläche innerhalb der Halle optimal für den Kantinenbetrieb zu nutzen, wurden ergänzende Funktionen in unmittelbar angebundenen Containeranlagen untergebracht.
Der Sanitärbereich wurde in fünf Sanitärcontainern und zwei Flurcontainern realisiert. Für Umkleiden und Büroräume kamen weitere drei Raumcontainer und zwei Sozialcontainer mit Dusche und Toilette zum Einsatz.
Durch diese Aufteilung konnten sämtliche benötigten Funktionen auf dem vorhandenen Baufeld untergebracht werden. Gleichzeitig blieb innerhalb der Halle möglichst viel Fläche für den eigentlichen Küchen- und Gastronomiebetrieb erhalten.

Brandschutz und Standortanforderungen
Für den langfristigen Betrieb der Interimskantine wurde ein umfassendes Brandschutzkonzept entwickelt. Dazu gehörten unter anderem Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie weitere Maßnahmen, die für die Nutzung als Kantinenküche erforderlich waren.
Parallel dazu wurden Planung, Logistik und Aufbau auf die besonderen Sicherheitsanforderungen des Standorts abgestimmt. Dadurch ließ sich die Interimslösung nahtlos in die vorhandenen Rahmenbedingungen integrieren.
Das Ergebnis
Für die Dauer von 24 Monaten stand dem Unternehmen eine vollwertige Interimskantine zur Verfügung, die die Funktionen der bestehenden Betriebskantine vollständig übernahm.
Die Mitarbeitenden konnten weiterhin direkt auf dem Werksgelände verpflegt werden. Das Küchenpersonal arbeitete mit gewohnten Abläufen und nutzte teilweise die vorhandene Ausstattung weiter. Gleichzeitig konnte die Sanierung der Bestandskantine unabhängig vom laufenden Verpflegungsbetrieb durchgeführt werden.
Die Interimslösung schuf damit die Voraussetzungen dafür, dass die Versorgung der Belegschaft während der gesamten Bauphase ohne Unterbrechung sichergestellt blieb.
Zum Einsatz kamen
Für die Umsetzung wurden
- eine Leichtbauhalle mit Produktionsküche,
- eine separate Spüllösung,
- Kühl- und Tiefkühlkapazitäten und
- Lagerflächen sowie
- ergänzende Sanitär-, Büro- und Umkleidecontainer kombiniert.
Die einzelnen Komponenten wurden dabei so geplant und aufeinander abgestimmt, dass sämtliche Anforderungen des Standorts und des täglichen Kantinenbetriebs erfüllt werden konnten.
Häufige Fragen zur Interimskantine
Über Lotsenbüro
Lotsenbüro vermietet seit 2001 temporäre Küchen und Kantinen in Deutschland und Österreich. Der Mietpark umfasst rund 500 Container aller Typen sowie ein umfangreiches Sortiment an professioneller Küchen-, Spül-, Ausgabe- und Kühltechnik sowie Gastraummobiliar.






